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	<title>unfrisierte Gedanken &#8211; Hazel E. Rosenstrauch</title>
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	<title>unfrisierte Gedanken &#8211; Hazel E. Rosenstrauch</title>
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		<title>Ambivalenz aushalten?!</title>
		<link>https://hazelrosenstrauch.de/ambivalenz-aushalten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[hazel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Nov 2023 08:24:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[unfrisierte Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[Antwort auf eine Rundmail der Theodor-Kramer-Gesellschaft Liebe Preisträgerinnen und Preisträger, lieber Konstantin, liebe Theodor-Kramer-Mitarbeiter, Bisher habe ich, obwohl stolze TK-Preisträgerin, nicht unterschrieben und schäme mich – weil ich mich damit “willentlich oder nicht auf die Seite der menschenverachtenden Diktatur” geschlagen sehe. Erst habe ich nicht unterschrieben, weil mir Politik per Mausklick zu simpel erschien, dann [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Antwort auf eine Rundmail der Theodor-Kramer-Gesellschaft</p>



<p>Liebe Preisträgerinnen und Preisträger, lieber Konstantin, liebe Theodor-Kramer-Mitarbeiter,</p>



<p>Bisher habe ich, obwohl stolze TK-Preisträgerin, nicht unterschrieben und schäme mich – weil ich mich damit “willentlich oder nicht auf die Seite der menschenverachtenden Diktatur” geschlagen sehe. Erst habe ich nicht unterschrieben, weil mir Politik per Mausklick zu simpel erschien, dann war mir nicht klar, wer der Adressat des Aufrufs ist, ob ich mich damit womöglich in eine Blase einreihe, die sich selbst ein gutes Gefühl geben will. Bei großer Wertschätzung für Martin Pollack und seine Sprache habe auch ich Schwierigkeiten mit Worten wie “bedingungslos”, mit dem “Vorbild Ukraine”, einem “Bollwerk gegen die Barbarei” und “das dürfen wir nicht zulassen”. Wer ist wir und was meint gemeinsam? Was mache ich mit den&nbsp; jungen ukrainischen Burschen, die ich hier in Berlin bei Jazzkonzerten sehe, den Verehrern Banderas, den Oligarchen und korrupten Ministern? Wenn nun die ebenso bedingungslose Unterschrift für Israel erwünscht wird, bin ich selbstverständlich für das Existenzrecht Israels, aber bedingungslos? Mit Nethanjahu und der rechtsradikalen Siedlerbewegung? Ich bin in Gedanken bei den Geiseln und ihren Angehörigen, auch bei meinen israelischen Verwandten und allen Juden, die sich jetzt auch in Deutschland und Österreich bedroht fühlen. Ich bin auch gegen die “abers” diverser postkolonialer Relativierer und Linken, die nun vom Imperialismus Israels reden und implizit oder explizit die Hamas als Freiheitsbewegung feiern und mit “den” Palästinensern gleich setzen. Aber weiter weiß ich nicht.</p>



<p>Vielleicht, wahrscheinlich, sind in Situationen wie diesen Differenzierungen nicht möglich, sogar falsch. Insofern kann ich zu dem Aufruf nur hilflos erklären, ich bewundere alle, die in solchen Momenten genau wissen, wo es lang geht und was zu tun ist. Ich würde mich ja gerne in einer Gemeinschaft rechtschaffener Genossen wohl fühlen, zumindest von den vielen grauslichen Nachrichten ausruhen, wenn Ihr sie gefunden habt, lasst es mich wissen.</p>



<p>Traurig und ratlos, mit freundlichen Grüßen</p>



<p>Hazel Rosenstrauch</p>
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		<title>Keine Angst vor Robotern</title>
		<link>https://hazelrosenstrauch.de/keine-angst-vor-robotern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[hazel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Feb 2023 09:31:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lesefrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[unfrisierte Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[BOT]]></category>
		<category><![CDATA[technische Kompetenz]]></category>
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					<description><![CDATA[Some like it smart&#160; Was tun mit den supergescheiten BOTs, den vielen herumschwirrenden Daten oder gepixelten Fakes? Wie lassen sich “Handlungsempfehlungen” nutzen, in denen schöne Sätze stehen wie ”sinnvoll erscheint die Weiterentwicklung der Fachdidaktiken, um die lernförderliche Nutzung digitaler Potenziale sicherzustellen”.&#160; Es gibt viele kluge und weniger kluge Vorschläge. Die Aussichten, dass mehr miteinander geredet [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Some like it smart</strong>&nbsp;</p>



<p>Was tun mit den supergescheiten BOTs, den vielen herumschwirrenden Daten oder gepixelten Fakes? Wie lassen sich “Handlungsempfehlungen” nutzen, in denen schöne Sätze stehen wie ”sinnvoll erscheint die Weiterentwicklung der Fachdidaktiken, um die lernförderliche Nutzung digitaler Potenziale sicherzustellen”.<a href="#_ftn1"><sup></sup></a>&nbsp;</p>



<p>Es gibt viele kluge und weniger kluge Vorschläge. Die Aussichten, dass mehr miteinander geredet wird, wenn Aufsätze zu leicht an Maschinen delegiert werden können, lassen hoffen – sofern genügend Personal für Gespräche zur Verfügung steht. An Universitäten der USA müssen Studierende schriftlich versichern, dass sie nicht schummeln. Das funktioniert an Privatunis, denn dort können sie rausgeschmissen werden, wenn sie sich von BOTs helfen lassen. Wenn die Realität von Lehrermangel, Lehrerinnenmangel, Zeitmangel geprägt ist, oder an den Unis zu viele Studierende von zu wenigen Professoren betreut werden, geht das nicht.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p>Man soll nicht die Vergangenheit vor der Zukunft loben, aber neben vielem Quatsch, den wir im vorigen Jahrhundert unter ganz anderen Umständen getrieben haben, war die gemeinsame Lektüre von schwierigen Büchern ein oft vergnügliches, jedenfalls interessanter Weg, um die Welt anders zu verstehen, als sie (von alten weißen Männern, unter denen auch faszinierende Gestalten waren) gelehrt wurde. Zu den Lieblingsvokabeln aller Ratgeber gehören die Worte Gemeinschaft, Kooperation, Partizipation. Ich schlage stattdessen das Wort Geselligkeit vor. Die hat mit angenehmem Ambiente und Freude zu tun. Man wird nicht mehr Marx oder Rosa Luxemburg studieren, aber auch manch kluges Fachbuch ist ähnlich schwer zu verstehen wie “Das Kapital” und könnte sich in einem geselligen Lesekreis erschließen<a href="#_ftn2"><sup></sup></a>.</p>



<p>Für den Anfang und alle Altersstufen empfehle ich ein Buch, das sich für gemeinsame Lektüre samt Diskussionen eignet: <strong>Gerd Gigerenzer, Klick</strong>. Einer der Hauptsätze darin lautet: Smarte Technik braucht smarte Menschen.</p>



<p>Das ist Aufklärung im besten Sinn, verständlich geschrieben, nicht entweder technisch oder psychologisch oder didaktisch, sondern vielseitig, mit Fach-, und auch mit Hausverstand.</p>



<p>Ich höre ständig von Gesetzen und Vorschriften, mit denen Betrug und Irreführung qua Klicks bekämpft werden sollen. Man kann aber auch für mehr Verständnis im Umgang mit der Technik werben, und das tut Gigerenzer. Wie funktionieren Algorithmen, und was ist der Unterschied zwischen der Technik und denen, die damit Kunden an ihre Plattform binden wollen? Wie funktioniert das Wettrüsten mittels Pixeln, wie können Menschen in diesem Orbit Platz finden, neben den Automaten? Und immer wieder, mit vielen Beispielen, Aufklärung über den Unterschied zwischen automatisierten Ergebnissen, die immer auf bekannten, also alten Daten basieren und berechenbare Umstände erfordern, und einer Intelligenz, die mit ungewissen Bedingungen zurecht kommen will. Gewissheiten sind nämlich selten, die Interessen der Tech-Konzerne sind nicht die der User.</p>



<p>“Klick ist eine Anleitung, wie wir in einer zunehmend von Algorithmen bevölkerten Welt souverän bleiben und das Steuer in der Hand behalten.” Gigerenzer bringt wunderschöne Beispiele, wie wir mit Statistiken (gerne bei Dating-Plattformen) getäuscht werden, wie sich menschliches Verhalten ändert, wenn Wahrnehmung, Reaktion oder eben Intelligenz von Automaten übernommen wird wie bei selbstfahrenden Autos oder Navis. Nie geht es um Kritik an der Technik, immer um die Möglichkeit, intelligent mit ihr umgehen zu lernen (dazu gehört auch der Abschnitt über den Unterschied zwischen menschlicher und maschineller Intelligenz). Und er bringt schöne, genaue Daten: “Im Vergleich zur zeitgenössischen Computertechnologie sind menschliche Gehirne auch äußerst energieeffizient. [&#8230;] Der Supercomputer Blue Waters [&#8230;] braucht rund 15 000 000 Watt und nimmt eine Fläche von fast 2000 Quadratmetern ein.” Außerdem ist er auf ein großes Kühlsystem angewiesen. Das Gehirn hat die Größe zweier Fäuste und lässt sich leicht umhertragen. ”Würden alle menschlichen Gehirne durch Supercomputer ersetzt, könnte die so generierte Hitze alle Bemühungen um Klimaschutz zunichtemachen.”</p>



<p>Zu den Zuckerstückchen gehören seine Beispiele zur Frage, wie sich Fakten von Fälschungen unterscheiden lassen. Er zitiert den Arzt John Locke, 17. Jahrhundert, der von einem holländischen Gesandten berichtet, der dem König von Siam erzählte “dass das Wasser in seiner Heimat bei kaltem Wetter zuweilen so fest werde, dass die Menschen darauf umhergehen konnten” – was den König überzeugte, dass dieser Mann ein Lügner war.</p>



<p>Der Autor ist, wie John Locke, ein Empiriker und zitiert aus diversen Untersuchungen, unter anderem über die digitale Kompetenz von “digital natives”, Schülern und Studierenden. Immer verbunden mit Fragen und auch Regeln, wie etwa Online-Quellen sich beurteilen lassen, was KI leisten kann und was nicht, wie die Geschäftsmodelle aussehen, die unsere Zeit und Aufmerksamkeit absaugen oder süchtig machen.</p>



<p>Anders als Marx, den wir studierten, um eine andere Gesellschaft herbeizuträumen ist dieser Autor kein Revolutionär, er denkt über den Erhalt der Demokratie nach, über Erhalt oder Wiederherstellung von Wettbewerb, der von den wenigen ungeheuer reichen Besitzern der Social-Media-Plattformen behindert wird. “Wir sollten in der Lage sein, die KI für Aufgaben zu nutzen, die sie besser und schneller als Menschen erledigt, ohne dass man uns zu dem Irrglauben verführt, sie könne [&#8230;] alle Aspekte unseres Lebens verbessern.” Zurückgreifend auf die Hoffnungen, die mit der Technologie verbunden war, rät er: “Wir müssen das Internet neu denken.”&nbsp;</p>



<p>Das Buch eignet sich für eine “Wende”: In Anerkennung der Realitäten finden sich Lehrende zusammen, die noch Bücher lesen und stoßen, miteinander sprechend, auf Fragen und Sorgen, die sie umtreiben. Es gibt auf dem Sektor KI (die wir endlich nicht mehr Künstliche Intelligenz nennen sollten, darin klingt intelligence = Geheimagent an, was zwar auch nicht falsch ist, aber lernende Maschine oder datengefütterter Automat trifft die Sache besser) noch viele Probleme, die nicht für die Schule, sondern für das Leben neu gedacht werden müssten. Lesende Lehrerinnen fragen die Jungen, die <em>noch</em> Schüler genannt werden und mit der Technik aufgewachsen sind, um Rat. Wie würden, wie werden sie die Technik smart nutzen, ihr Wissen und Vermögen über Apps und Plattformen weitergeben? Einige Vorschläge macht Gigerenzer, aber es gibt noch viel zu tun.</p>



<p><a href="_ftnref1"></a></p>



<p>s. dazu Konferenz Digitalisierung 2022 in Forum Bildung Digitalisierung</p>



<p>Jamie Susskind, Digital republic </p>



<p><a href="_ftnref2"></a></p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aus, von und in der Krise lernen? Wünsche-Hoffnungen-Spekulationen</title>
		<link>https://hazelrosenstrauch.de/aus-der-krise-lernen-wuensche-hoffnungen-spekulationen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[hazel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 May 2020 13:07:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[unfrisierte Gedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit Unsicherheit umgehen. Ich sowieso, und vielleicht haben das auch andere gelernt oder lernen es noch? Wäre ich Unternehmerin mit mehreren Angestellten, hätte ich jetzt gute Gründe, Kosten für Büro, Heizung, technische Ausrüstung und ne Kaffeeküche zu sparen. Ich schickte die Leute ins Home-office, nein, ich würde ihnen großzügig erlauben, zu Hause zu bleiben! Heimarbeit [&#8230;]]]></description>
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									<p></p>
<ul class="wp-block-list">
<li>Mit Unsicherheit umgehen. Ich sowieso, und vielleicht haben das auch andere gelernt oder lernen es noch?</li>
<li>Wäre ich Unternehmerin mit mehreren Angestellten, hätte ich jetzt gute Gründe, Kosten für Büro, Heizung, technische Ausrüstung und ne Kaffeeküche zu sparen. Ich schickte die Leute ins Home-office, nein, ich würde ihnen großzügig erlauben, zu Hause zu bleiben! Heimarbeit hieß das früher bei Näherinnen, Webern und anderen, die 12 Stunden täglich an ihren Maschinen saßen.</li>
<li>Ich lerne endlich faul zu sein, weg mit der protestantischen oder auch kommunistischen und sogar der konsumistischen Ethik, dem ständigen Aktivismus, was tun, Ziele erreichen, sich selbst antreiben. Machen, erreichen, Effizienz adé. Alles wird langsamer, auch eine Reise in die Ferne, weil mit dem Rad oder zu Fuß oder gar der Bahn, die nun tolle Angebote macht, inkl. Abstand halten.</li>
<li>Maukorbpflicht endlich nicht nur für Hunde, auch für Menschen, die mich dadurch weniger anbellen (deren Gekläffe zumindest schlechter hörbar ist).</li>
<li>Ergänzung zu Absatz 2: Vielleicht, aber das wäre schon sehr utopisch, lassen sich die begeisterten Heimarbeiter von ihren Vorfahren erzählen, wie sich früher, im weit zurückliegenden 20. Jahrhundert, Menschen mit schlec hten Arbeitsbedingungen zusammengetan, in Gewerkschaften organisiert und Forderungen gestellt haben (nicht nur an den Staat, der jetzt aus Steuereinnahmen helfen soll, sondern an jene &#8222;Arbeitgeber&#8220;, die dank fleißiger &#8222;Untergebener&#8220; gutes Geld verdient haben). Es hört sich derzeit so an, als wäre es ein großzügiges Entgegenkommen der Chefs, wenn ihre Angestellten  zu Hause arbeiten dürfen. Wenn ich sehr optimistisch bin werden die Heimarbeiter an den Einsparungen beteiligt un dhaben keine Angst, entlassen zu werden, weil die Arbeitszeiten verkürzt statt verlängert werden. </li>
<li>Da durch Corona sovieles möglich ist, das vorher undenkbar war, wird es auch möglich, sich an alte Träume von einer gerechteren Verteilung der Reichtümer zu erinnern.  </li>
</ul>
<p></p>
<p></p>								</div>
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		<title>Nicht mit Rechten reden?</title>
		<link>https://hazelrosenstrauch.de/nicht-mir-rechten-reden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[hazel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Nov 2019 15:49:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[unfrisierte Gedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[Verbote sind Quatsch. Mit Tabus hatten wir doch schon im vorigen Jahrhundert aufgeräumt. Allerdings: es gibt gut begründete Verbote, Symbole des NS und rassitische Sprüche darf man bei Strafe nicht in der Öffentlichkeit verwenden. In privaten Räumen waren sie nie vergessen und kaum mit Scham besetzt (Frage: ist das Netz ein öffentlicher oder ein privater [&#8230;]]]></description>
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<p>Verbote sind Quatsch. Mit Tabus hatten wir doch schon im vorigen Jahrhundert aufgeräumt. Allerdings: es gibt gut begründete Verbote, Symbole des NS und rassitische Sprüche darf man bei Strafe nicht in der Öffentlichkeit verwenden. In privaten Räumen waren sie nie vergessen und kaum mit Scham besetzt (Frage: ist das Netz ein öffentlicher oder ein privater Raum?).</p>

<p>Ich bin durchaus dafür, dass Leute angezeigt werden, wenn sie Juden oder Schwarze oder Frauen oder von der deutschen Mehrheit abweichende Individuen und Gruppen beschimpfen. Und trotzdemn wehre ich mich aus alten rebellischen Reflexen gegen das Verbot, mit Rechten zu reden. Erst möchte ich wissen, wer damit gemeint ist. Alle AfD-Wähler? Alle Funktionäre oder nur diejenigen, die sich an die oben genannten Gesetze nicht halten und offen faschistische Propaganda machen. Mit letzterten möchte ich nicht reden, die würde ich lieber anzeigen. Wenn ich einen Polizisten finde, der meine Beschwerde aufnimmt.</p>

<p>Es ist sicher schwierig, mir schwillt der Hals, ich bin schockiert, wenn AfD-typische Provokationen durch die Gegend gespuckt werden. Vielleicht muss ich, müssen wir lernen, wie man mit Menschen spricht, die keine eigene Sprache haben, und, sei es aus Wut, aus Hilflosigkeit, Minderwertigkeitsgefühlen oder aufgrund schlechter Erfahrungen mit dem Staat, der Bürokratie, den Eliten etc. Parolen verwenden und Phrasen nachplappern. </p>
<p>Der Ehrlichkeit halber muss ich sagen, dass ich bisher noch keine Gelegenheit hatte, jedenfalls mit den aktuellen Exemplaren des Rechtsrucks zu sprechen, oder wenigstens zu reden. Mit früheren Ausgaben dieser Spezies schon, die haben mir Angst gemacht.</p>

<p>Wie könnte ich, könnten wir mit den Mitläufern sprechen? Es sind, vermute ich, viele keine &#8222;echten Nazis&#8220;. Vielleicht sollten wir, die kluge, gebildeten, besserwissenden Dichterinnen und Denker etwas dazulernen. Neu überlegen, wie wir aus unserer Komfortzone heraustreten und einen anderen Gestus benutzen könnten? Erst einmal einen Witz erzählen? Psychologen, Kommunikationsberater oder meine Clownslehrerin um Rat fragen? Oder erst einmal zuhören?! Es ist eine schwierige Aufgabe, die geeignete Sprache (und vielleicht auch Gestik) zu finden, ohne sich von Reflexen leiten zu lassen. Verbote sind meines Erachtens das Eingeständnis von Ohnmacht.</p>
<p>Es gibt, wie ich inzwischen weiß, auch Bücher zu dem Thema, vermutlich auch workshops und Menschen, die das versuchen. Und sowieso lass ich mir nicht gerne etwas verbieten, schon gar nicht von politisch korrekt sein wollenden Besserwissern.</p>
<p> </p>
								</div>
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		<title>Von aufgeräumter Geschichte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[hazel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jul 2019 19:17:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[unfrisierte Gedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[Seinerzeit brachte mir eine Freundin einen Zeitungsausschnitt, es geht in dem Artikel um Christian Peter Beuth, Wirtschaftsreformer im Preußen des frühen 19. Jahrhunderts. Nach ihm ist eine Hochschule, eine Straße, auch eine Lokomotive benannt. 1981 prangte er auf einer Briefmarke, ein fescher Mann, der, wie ich in dem Artikel erfahre, als Manager, Kommunikator, Wissensvermittler auf [&#8230;]]]></description>
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<p><br />Seinerzeit brachte mir eine Freundin einen Zeitungsausschnitt, es geht in dem Artikel um Christian Peter Beuth, Wirtschaftsreformer im Preußen des frühen 19. Jahrhunderts. Nach ihm ist eine Hochschule, eine Straße, auch eine Lokomotive benannt. 1981 prangte er auf einer Briefmarke, ein fescher Mann, der, wie ich in dem Artikel erfahre, als Manager, Kommunikator, Wissensvermittler auf vielerlei Wegen (unter anderem mittels<br />Industriespionage) half, die preußische Wirtschaft in die Moderne zu hieven. Nun hat ein Forscher Dokumente gefunden, dass der Mann außerdem Antisemit war. Die nach ihm benannte Hochschule in Berlin debattiert nun, ob sie sich umbenennen soll. Er war nicht nur irgendwie antisemitisch, wie das damals unter gebildeten Beamten und Dichtern, Adeligen und Wirtschaftsbürgern mehr und weniger selbstverständlich war, sondern besonders heftig, aber auch das war damals eine verbreitete Haltung, wie wir aus Äußerungen bedeutender Deutscher – wie Johann Gottlieb Fichte, Clemens Brentano, Achim von Arnim, Caroline von Humboldt u.v.a. – wissen.<br />Ich überlege, wie Deutschland, die deutschen Geschichtsbücher, Straßennamen und Bibliotheken aussehen würden, wenn alle Antisemiten, im nächsten Schritt dann alle, die mies über Frauen, über Zigeuner (korrekt: Roma und Sinti), Schwarze (vulgo Neger), Schwule geschrieben oder geredet haben, aus der Geschichte entfernt würden. Ich fürchte, da bleibt nicht viel übrig.<br />Ein paar Tage später war ich am Steinplatz, ebenfalls Berlin, der kürzlich neu gestaltet und von Künstlern bespielt wird. Mit eingewickelten Statuen wird an die Geschichte des Platzes erinnert, an deportierte Anwohner, an Kriegsverbrecher, Künstler und Künstlerinnen, Professorinnen der Kunsthochschule vis a vis und natürlich an den Namensgeber des Platzes, den Freiherrn von und zum Stein, auch er ein wichtiger preußischer Reformer. Vielleicht wird irgendwer demnächst darauf hinweisen, dass der Freiherr vorschlug, alle Juden nach Nordafrika abzuschieben? Ob dann eine Diskussion über die Namensgebung für den Platz entbrennt. Und ob sich die Vergangenheit ändert, wenn die Namen geändert werden? Mir fehlt noch das richtige Wort für solche Aktionen.<br />Wie wär‘s mit „Säuberungen“? Und noch was andres fehlt mir: Auf dem Platz gibt es viele Hinweise, die über die Personen erzählen, die in der Nähe gewohnt und gewirkt haben, und die über Geschehnisse rund um den Platz aufklären. Mir fehlte ein Hinweis darauf, wo die Obdachlosen, Säufer und Junkies geblieben sind, die dort lagerten, als der Platz noch dunkel und zugewachsen war. Vielleicht bekommen sie in einer der künftigen<br />Kunstaktionen ein Denkmal?<br />Moral aus der Geschichte: keine.</p>

<p><br /><br /></p>
								</div>
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		<title>Jüdisches Museum nur für Juden?</title>
		<link>https://hazelrosenstrauch.de/juedisches-museum-nur-fuer-juden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[hazel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jul 2019 13:46:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[unfrisierte Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Jüdisches Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Schäfer]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Anläßlich des Rücktritts von Peter Schäfer, Direktor des Jüdischen Museums:   Der Direktor des Jüdischen Museums muss zurücktreten, weil seine Pressestelle einen Tweet empfohlen hat, in dem sich israelische Wissenschaftler zum Boykott gegen israelische Waren äußern, und dabei nicht die offizielle Politik vertreten. Gleich danach wird der Vorschlag ins Spiel gebracht, nur Juden sollten das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="1121" class="elementor elementor-1121 elementor-bc-flex-widget" data-elementor-post-type="post">
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<p><strong>Anläßlich des Rücktritts von Peter Schäfer, Direktor des Jüdischen Museums:</strong></p>

<p> </p>

<p>Der Direktor des Jüdischen Museums muss zurücktreten, weil seine Pressestelle einen Tweet empfohlen hat, in dem sich israelische Wissenschaftler zum Boykott gegen israelische Waren äußern, und dabei nicht die offizielle Politik vertreten. Gleich danach wird der Vorschlag ins Spiel gebracht, nur Juden sollten das jüdische Museum leiten (womit darauf verwiesen wird, dass Herr Schäfer kein Biojude ist). Wer wird über die Jüdischkeit bestimmen? Der Zentralrat der Juden? Oder der Antisemitismusbeauftragte? Dürfen Konvertiten? Oder Menschen, die “nur” einen jüdischen Vater haben? Müssen mindestens drei Großelternteile jüdisches Blut haben?</p>

<p>Ob Antisemiten oder Philosemiten derlei Vorschläge machen, ist egal, es bleibt rassistisch, ist allerdings nicht allzu weit von anderen Identitätspolitiken entfernt. Nur Schwarze dürfen über Schwarze, nur Frauen über Frauen schreiben oder reden. Was passsiert mit dem deutschen Kulturbetrieb, wenn sich nur Juden über Jüdisches äußern oder nur “reinrassige” Juden Klezmer-Musik machen dürfen?</p>

<p>Es ist hierzulande schwierig, in Angelegenheiten, die jüdische, amerikanische, israelische oder irgendwie kontaminierte Themen betreffen, zu differenzieren und mehrere Gesichtspunkte zu betrachten. Die hysterischen Reaktionen sind nicht nur lächerlich, sie befördern auch die sattsam bekannten Verschwörungstheorien à la: “Man darf nichts sagen”. Es gab und gibt viele Arten, jüdisch zu sein, und der Zentralrat der Juden ist kein jüdischer Papst, der definieren könnte, was erlaubt oder verboten ist; auch eilfertige Philosemitinnen haben keinerlei Legitimation, um über die Besetzung eines öffentlichen Museums zu bestimmen. Mit solchen irren Geboten wird die mühsam aufgebaute Vielfalt jüdischen Lebens, für die die Bundesrepublik viel Geld und Mühe aufgewandt hat, demoliert. Dabei könnten Debatten über die komplexen Fragen zur deutschen und deutsch-jüdischen Geschichte samt Meinungen über die Beziehung zu Israel dem Nachfolgestaat des NS-Regimes nur gut tun. Rufe nach Zensur, politischer Korrektheit und Parteinahme bewirken das Gegenteil von Aufklärung.</p>
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		<title>Wieso kennt den hier keiner?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[hazel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Feb 2019 12:28:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lesefrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[unfrisierte Gedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[Günther Birkenfeld, Wolke – Orkan – und Staub. Verlag Das kulturelle Gedächtnis ISBN 978 3 946990 24 6 Das Buch erschien 1955 und ist untergegangen, es passte wohl nicht in den Zeitgeist. Nur meine 90-jährige Freundin Katja erinnert sich, dass sie es als junges Mädchen mit Freude und Gewinn gelesen hat. „Viel gab es ja [&#8230;]]]></description>
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									<p class="western">Günther Birkenfeld, Wolke – Orkan – und Staub. Verlag Das kulturelle Gedächtnis ISBN 978 3 946990 24 6</p>
<p class="western"> </p>
<p class="western">Das Buch erschien 1955 und ist untergegangen, es passte wohl nicht in den Zeitgeist. Nur meine 90-jährige Freundin Katja erinnert sich, dass sie es als junges Mädchen mit Freude und Gewinn gelesen hat. „Viel gab es ja damals nicht!“ Der verdienstvolle Verlag „Das kulturelle Gedächtnis“ hat es neu aufgelegt, hübsch gebunden, mit einem aufschlussreichen Nachwort versehen, und mit einer Danksagung, die vermuten lässt, dass es allerlei Unterstützung bedurfte, damit es erscheinen konnte.</p>
<p class="western">In den 50er Jahren passte es wohl nicht in den Zeitgeist, d.h. den Geist jener Zeit, in der schon Wohlstand ausgebrochen, die alten Nazis integriert oder aus sehr kurzer Haft entlassen, und das Gedächtnis an die „schlimme Zeit“ gelöscht war. Außerdem waren es Zeiten des kalten Kriegs.</p>
<p class="western">Die Geschichte beginnt harmlos, beinahe idyllisch in der Havelbucht, es ist Sommer, Anna beobachtet einen Falter, danach sind Flieger am Himmel. Es ist die Zeit der Wolke, die sich über Berlin und die Protagonisten senkt, dann kommt der Orkan mit Krieg, Brutalität, Zerstörung, das dritte Kapitel, Staub, spielt im zerstörten Berlin.</p>
<p class="western">Das Personal ist überschaubar, Hauptfigur ist Anna, frech und eigensinnig, eine junge Sozialdemokratin, sie “haßte Hitler, weil ihr alles an ihm zuwider war, sein Schreien, sein verzerrtes Gesicht, seine Handbewegungen. […] Mit politischer Überzeugung hatte das wenig zu tun. Sie klammerte sich an die Menschen, die besonnen blieben und für die so allgemein gewordenen Wallungen und Wahnvorstellungen nicht zu haben waren“. In der Havelbucht trifft sie auf Wolkenbruch, hässlich, korrupt, reich und ein bisschen genial. Wolkenbruch, auch Monster genannt, macht gute Geschäfte mit den Nazis, hilft aber auch Untergetauchten und immer wieder Anna. Es gibt den überzeugten Nazi, der eindeutig böse ist, einen unbedarften Jungen, der bei der SS landet und die Morde im Osten erlebt hat, deshalb davon läuft und sich verstecken muss; ein jüdischer Freund emigriert, einer, der nicht alles schlecht findet, wird Annas Ehemann. Verschiedene Freunde, die Anna helfen, sind in ihrem Verhältnis zum Nationalsozialismus gegnerisch bis schicksalsergeben. Der Eine eindeutig Gute und sehr kurz Annas Geliebter wird gefasst und hingerichtet.</p>
<p class="western">Es sind – aus der radikalkapitalistischen Perspektive von heute betrachtet – erstaunliche Figuren, keine Heroen, sondern Menschen, die auf einfache Weise „gut“ sind, eher nebenbei, weil klar ist, was man tun oder eben lassen muss. Die – eher unglücklichen – Liebesgeschichten, Ängste und die erforderlichen Improvisationen in Zeiten des Krieges bewegen die Figuren mehr als Ideologien. Mir fällt, außer vielleicht Fallada, kein Autor ein, der die Konflikte von gewöhnlichen, man könnte fast sagen normalen Menschen im Berlin der 30er und 40er Jahre so unaufgeregt beschrieben hat.</p>
<p class="western">„Nicht alle, aber viele Menschen waren wirklich krank, waren befallen von der Katastrophen-Epidemie. Mit dem Orkan trieben die Bazillen heran, setzten sich fest in den Herzen und Hirnen und vermehrten sich wuchernd. Die Erreger waren unterschiedlicher Natur und erzeugten unterschiedliche Leiden, denen lediglich das Symptom der Hemmungslosigkeit gemeinsam war. Manche Patienten wurden hemmungslos gutartig, andere wieder hemmungslos bösartig und wieder andere hemmungslos stumpf. Man half sich gegenseitig mit Selbstlosigkeit und Opfermut. Man kehrte sich von der Not des anderen ab mit brutalem Egoismus. Man versank in völlige Gleichgültigkeit, wie stets in Zeiten der Katastrophen und der allgemeinen Bedrohung.“ Solche ordnenden Reflexionen wendet der Autor dann auf seine Figuren an: „Anna erkrankte an hemmungsloser Gutartigkeit, die Pleskaus am Erreger der Bösartigkeit und der kleine Vetter Peter Jurchow an progressiver Abstumpfung.“</p>
<p class="western">Die Erzählung reicht bis in die Nachkriegszeit, die Alliierten zerbomben die Stadt, die Russen vergewaltigen Frauen, Freunde sterben, werden schwer verletzt, verrückt oder kriminell. Die einen bleiben im Osten, andere flüchten in den Westteil der Stadt, und es ist nicht immer klar, ob Birkenfeld realistisch, abgestumpft oder zynisch ist, wenn z.B. Jürgen Hechta (der im Nachwort als Peter Huchel enttarnt wird) die Reste seiner Tochter in einem Karton auf dem Rücken per Rad nach Hause fährt, um sie zu begraben.</p>
<p class="western">Im Nachwort erfährt man, dass Birkenfeld sich nach dem Krieg auf die Seite der Antikommunisten stellte. Es war die Zeit des Kalten Kriegs, in der die einen von russisch-stalinistischer Obrigkeit, die anderen vom CIA abhängig waren. Da kommen wir her. Und deshalb ist das Buch (auch) ein Beitrag zum Regionalismus, eine an- und aufregende Korrektur zur neuen Leidenschaft für Heimat und Zugehörigkeit.</p>								</div>
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		<title>Die große Aufregung über Judenvernutzung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[hazel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jan 2019 10:21:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[unfrisierte Gedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[Takis Würgers Buch über Stella Goldschlag wird als übles Machwerk, Ärgernis, Kitsch beschimpft. Woher kommt die Empörung? Obwohl doch die Erinnerungskultur/Vergangenheitsbewältigung/Wiederjudmachung mit einem recht kitschigen Film – Holocaust – begonnen hat, der jetzt für jüngere Menschen wieder gezeigt wird. Es hat seither nicht nur gefälschte jüdische Biographien (Wilkomirski), sondern auch viel Kitsch über oder mit [&#8230;]]]></description>
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									<p></p>
<p>Takis Würgers Buch über Stella Goldschlag wird als übles Machwerk, Ärgernis, Kitsch beschimpft. Woher kommt die Empörung? Obwohl doch die Erinnerungskultur/Vergangenheitsbewältigung/Wiederjudmachung mit einem recht kitschigen Film – Holocaust – begonnen hat, der jetzt für jüngere Menschen wieder gezeigt wird. Es hat seither nicht nur gefälschte jüdische Biographien (Wilkomirski), sondern auch viel Kitsch über oder mit „jüdischen Mitbürgern“, wie sie immer noch heißen, gegeben. Oft hatte ich den Eindruck, um im deutschen Kulturbetrieb zu reüssieren, muss in den Geschichten – gefilmt oder getippt – mindestens ein toter/ermordeter/verfolgter Jude vorkommen. Das hat sich in letzter Zeit gelegt, seit Heimat und das Leben auf dem Lande sich gut verkaufen, sind die Morde der Nazizeit in den Hintergrund getreten. Und schon begebe ich mich auf gefährliches Terrain, denn Skepsis gegenüber der ja durchaus verdienstvollen, lobenswerten und rühmlichen Art, mit deutscher Geschichte umzugehen, wird schnell jener anderen, bösen Richtung zugeordnet.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Was ist Kitsch? Gestanzte Fertigteile, die hundertmal Gesagtes ohne tieferes Verständnis einsetzen, gefühlsbeladene Rituale, unechte Erregungen, mehrfach aufgewärmte Formulierungen. Die sind sicher und immer wieder in Reden und Büchern und Filmen verwendet worden, wo immer es um Nazizeit und umgebrachte Juden, Jüdinnen, weniger schon Sozialdemokraten oder Kommunisten ging. Auch Zeitzeugen verwenden Fertigteile, sie sind genauso vom Zeitgeist und dem für Gedenken entwickelten Vokabular anfällig wie Schülerinnen oder Politiker nicht-jüdischer Herkunft. Die Heiligenverehrung schließt aus, dass es auch dumme oder gemeine, bösartige und – ach ja, um ihren Gewinn besorgte – Juden/Jüdinnen gibt. Genau darin besteht das Vorurteil. Die zum Teil schon wieder missbilligte, in ihrer harmloseren Form unverständliche Rücksicht auf alles Jüdische hierzulande hat – neben pragmatischen wie moralischen Gründen – immer noch eine wichtige Funktion. Sie ist, zumal für Intellektuelle, eine Schutzhaut, manchmal eine Schminke, die über die Nazi-Fratze deutscher Normalbürger gelegt wurde.<br />Differenzieren ist schwer und die neue Rechte schürt eine Angst: die Angst, all das eroberte Terrain der neuen guten, anderen, deutschen Identität könnte verloren gehen. </p>
<p></p>
<p>Hätte ich nicht einen so schön jüdischen Namen, der gelegentlich ein Leuchten in die Augen meiner Gesprächspartner bringt, käme ich womöglich in Verdacht, ich würde Argumente für die Bösen liefern, denen die Erinnerungskultur generell nicht gefällt. Differenzieren ist schwer und diese Rechten schüren, scheint mir, eine Angst, die Angst, all das eroberte Terrain der neuen guten deutschen Identität könnte verloren gehen. Oder geht es darum, in einer Kultur, in der es keine „echten“ Werte gibt, die letzte Bastion für ehrliche Schocks zu bewahren?</p>
<p></p>								</div>
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		<title>Emanzipation 2019</title>
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		<dc:creator><![CDATA[hazel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jan 2019 10:20:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[unfrisierte Gedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[Emanzipation 2019 Mir fällt der Lippenstift aus der Tasche, Rolf hebt ihn auf und schon stecken wir in einer Diskussion über Emanzipation – der Männer. Mir fallen diverse Erlebnisse ein, z.B. dass mir ein Mann in den Mantel helfen will und dann zurückweicht, mit der Bemerkung: Du bist ja emanzipiert, da darf man das nicht [&#8230;]]]></description>
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									<p></p>
<p>Emanzipation 2019</p>
<p></p>
<p>Mir fällt der Lippenstift aus der Tasche, Rolf hebt ihn auf und schon stecken wir in einer Diskussion über Emanzipation – der Männer. Mir fallen diverse Erlebnisse ein, z.B. dass mir ein Mann in den Mantel helfen will und dann zurückweicht, mit der Bemerkung: Du bist ja emanzipiert, da darf man das nicht – oder? Ein Zeichen von Verunsicherung, und das kann ja gut fürs Nachdenken sein.</p>
<p></p>
<p>Rolf meint, er hätte jahrelang darüber nachgedacht, was ein Mann sei. Ist das schon Teil der vermaledeiten Identitätsdiskussion, in der die <em>eine</em> Wurzel, das eindeutige Merkmal erst für die anderen und dann für sich selbst verbindlich werden soll? Türkischstämmig, homosexuell, lesbisch und wie die Zuschreibungen noch heißen. Ich denke an ein Gespräch mit Ruth Gross, die als kleines Mädchen den gelben Stern tragen musste und einen Bekannten fragte, was das ist „Jude“. Der sagte ihr damals, es gibt Hunderte Arten jüdisch zu sein, die Einzigen, die wissen, was das ist, sind die Nazis. An den Satz muss ich oft denken und vielleicht gibt es auch Hunderte Arten, ein Mann zu sein.</p>
<p></p>
<p>Komischerweise wusste ich schon vor 50 Jahren, dass die Emanzipation nicht nur der Frauen, sondern der Männer in unserem, zumindest meinem Interesse liegt. Wieso ich das schon als junges Mädchen verstanden habe, ist mir ein Rätsel, weiß es auch nur, weil ich in einem Artikel schrieb, dass wir ihnen dabei helfen müssten, weil sie sonst eines Tages vor uns stehen und wir nichts mehr mit ihnen anfangen können. Genau das ist passiert. Seither ist viel Wasser die Spree, die Donau und den Ganges hinuntergeflossen, und doch gilt Emanzipation immer noch primär als Frauenfrage. Der Umgang zwischen den Geschlechtern, weiblich, männlich und alles dazwischen, hat sich mit den Generationen verändert, aber – so ging das Gespräch mit Rolf weiter – es geht nicht nur und nicht allein um Geschirr abwaschen, Windeln wechseln oder Elternurlaub. Schlimm genug, dass immer weniger Frauen mit Augenaufschlag bewundernd männlichen Welterklärungen zuhören oder Junx gar gezwungen werden, im Sitzen zu pinkeln, Männer agieren anders &#8211; auch, aber nicht nur, weil es eine Frauenbewegung gab, weil Frauen berufstätig sind und selbstbewusster als noch im 20. Jahrhundert. Die Veränderung der Rollen hat ja auch mit der Veränderung der Lebensbedingungen zu tun hat. Die meisten Männer machen keine schwere körperliche Arbeit mehr, sind nicht Alleinernährer und werden, um im Jargon zu bleiben, auch emotional gefordert. Nicht nur von ihren Partnerinnen oder den Kindern. In der Arbeitswelt und vielleicht sogar an der Börse, in der Politik und irgendwann dann auch im Schlafzimmer wird zunehmend Feingefühl oder Empathie gefordert. Man braucht Fingerspitzengefühl, um eine Drohne zu steuern und mit der Playstation umzugehen, vielleicht schlägt sich das on the long auch auf andere Lebensbereiche nieder?</p>
<p></p>
<p>Weiter sind wir nicht gekommen, haben aber beschlossen, das Thema in der wiederbelebten Diesterweg-Hochschule  öffentlich, heiter und neugierig zu diskutieren. Womit ich auf diese von Rolf Barth angeregte Initiative [<a href="http://diesterweghochschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">diesterweghochschule.d</a>e] hinweisen möchte.</p>
<p></p>
<p>  </p>								</div>
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